Statt im September 2013 bei OSRAM einzusteigen, hätte Robert mit seinem besonderen Talent auch bei „Wissen macht Ah!“ oder der „Sendung mit der Maus“ anfangen können. Schließlich hat der gebürtige Bochumer 2014 den bayrischen Regionalentscheid des Wissenschaftswettbewerbs „FameLab“ gewonnen und im Jahr darauf dann den zweiten Platz belegt. Es ging um Paul und Paula, zwei Elektronen, die sich – je nach Temperatur und Material – mal hassen und mal lieben. Doch Robert wollte sein Hobby nicht zu seinem Beruf machen: „Auf Dauer finde ich es doch spannender, Technologie zu entwickeln, statt sie zu erklären.“

Seine besondere Gabe kommt dem Prozessentwickler auch bei OSRAM zugute. Denn häufig muss er Kollegen aus benachbarten Abteilungen den Prozess verständlich machen und erläutern, was möglich ist und was nicht.

Halbleiter mit dünnen Bettdecken

Bevor der begeisterte Läufer und bekennende Loriot-Fan im September 2013 zu OSRAM kam, hat er am Forschungszentrum Jülich geforscht und promoviert. In seiner Diplom- und Doktorarbeit befasste er sich mit Supraleitern, also mit Material, das Strom verlustfrei leitet. Bei OSRAM hingegen geht es um Halbleiter. Hier, im Geschäftsbereich Opto Semiconductors, beschäftigt sich Robert damit, wie Leuchtdioden hergestellt werden. Genauer gesagt ist es seine Aufgabe, dafür zu sorgen, dass der Halbleiterunterbau der Leuchtdioden schön dünn ist. Nur dann kann die Wärme entweichen, die quasi als Nebenprodukt des Lichts entsteht. „Man muss sich das vorstellen wie eine Bettdecke, unter der man im Sommer liegt“, erklärt er. „Wenn es einem darunter zu warm wird, nimmt man lieber eine dünnere Bettdecke. Genauso ist es mit Halbleitern: Sind diese dünn, ist die Leuchtdiode angenehm kühl.“

„Es ist wirklich klasse, dass man bei OSRAM schon als Berufseinsteiger so viel Verantwortung übernehmen kann.“

Robert Frielinghaus
Prozessentwickler
Opto Semiconductors

Schon ein halbes Jahr nach seinem Einstieg bei OSRAM war es ihm gelungen, ein großes Problem in der Halbleiterproduktion zu lösen. „Das war bisher das Highlight meiner Zeit bei OSRAM. Als ich anfing, war es mehr als fraglich, ob wir das überhaupt hinbekommen – und jetzt wird gerade meine Lösung ausgerollt, sodass bald ein Drittel unserer Produkte über diesen optimierten Prozess gefertigt wird. Es ist wirklich klasse, dass man bei OSRAM schon als Berufseinsteiger so viel Verantwortung übernehmen kann.“

Von der Wissenschaft in die Industrie

Der Wechsel von der Wissenschaft in die Industrie ist Robert nicht schwergefallen. „Ich wollte gerne in die Industrie, mit Chefs, die mir Freiheiten lassen, und Kollegen, mit denen ich mich auf Augenhöhe austauschen kann. Zudem war es mir wichtig, an der Herstellung eines Produkts beteiligt zu sein, mit dem ich mich identifizieren kann. Und dass meine Expertise dazu beiträgt, die Zukunft zu gestalten, treibt mich an, ist sozusagen das Sahnehäubchen.“ Robert glaubt, dass es für jeden Menschen die passende Branche gibt: „Wenn jemand gerne an großen Motoren arbeiten möchte, ist er hier falsch. Aber Leute, die Spaß an effizienter Technologie haben und sich tolle Entwicklungschancen wünschen, sind bei uns genau richtig.“

Wie gut, dass eine ehemalige Kollegin aus Jülich als Doktorandin zu OSRAM gegangen war. Sie hat Robert erstmals auf die vielfältigen Perspektiven aufmerksam gemacht, die OSRAM als Arbeitgeber bietet. „Sie erzählte mir ganz begeistert von ihrem Job in Regensburg. Da dachte ich mir: Na, wenn das so ist, dann möchte ich auch bei OSRAM arbeiten.“

"Licht ist meine Stärke.
Denn hier trifft Expertise auf Weitblick.
So übernehmen wir Verantwortung."

Robert Frielinghaus
Prozessentwickler
Opto Semiconductors

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